Hallo und guten Tag,
was habe ich mit der Schule und dem Verein zu tun?

Nun, auf den ersten Blick nichts, dennoch eine ganze Menge. Warum?

Das liegt daran, dass ich Schüler der Bodelschwinghschule von 1972-1984 war. Meine Mutter war Gründungsmitglied des Fördervereins VFFB. Aus der Geschichte des Vereins geht hervor, dass der Verein gegründet wurde, um bessere Voraussetzungen für die Schüler zu bekommen. Nicht alles, was ein Schüler braucht, kann und konnte über das Schulamt beschafft werden! Bis es dann bewilligt war, war der Schüler meist nicht mehr an der Schule. Deshalb taten sich Eltern, beziehungsweise Mütter, und Schüler zusammen, um schneller Erfolge in der Anschaffung für die jeweiligen Schüler zu erzielen.

Wie passe ich nun da rein?

Zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern organisierte ich Flohmärkte und einiges mehr, um Gelder zusammenzubekommen, damit wir das eine oder andere für die Schüler anschaffen konnten. Darunter war auch das erste Fahrzeug von Mercedes-Benz, das für Schulausflüge oder Schullandheime genutzt werden konnte. Meinen Werdegang prägten vor allem meine Mutter und die Lehrerschaft.
In erster Linie meine Mutter, die mich sehr anspornte, bestimmte Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Danach erkannten Lehrer das Potenzial in mir und man hat mich gefördert und man hat von mir gefordert.

Schließlich, nach 12 Schuljahren, zwei wurden zusätzlich drangehängt wegen meiner vielen Krankenhausaufenthalte, habe ich durch meine Lehre und auch andere Personen um mich herum Aufgaben bekommen und mir wurde einiges zugetraut.

Nach der Schule habe ich es geschafft, durch eine meiner Lehrerinnen, deren Mutter in einem Altenheim untergebracht war, dort die Rezeption zu besetzen. Ich habe mich zwei Jahre vor meinem Schulabgang beworben und durch einen Glücksfall wollte mich der Heimleiter unbedingt kennenlernen, denn er hatte zwei Kinder mit geistiger Behinderung. Als ich mich 1982 erstmals vorstellte, war er von mir begeistert, sodass er alles in die Wege leitete und die Rezeption für Rollstuhlfahrer zugänglich machte, denn das dauerte auch seine Zeit. Als ich dann im September 1984 meinen Dienst dort antrat, war es rollstuhlgerecht, sodass ich arbeiten konnte. An dieser Arbeitsstelle verblieb ich rund 12 Jahre, bevor ich dann nach Biebrich ins Katharinenstift versetzt wurde. Dort löste ich den Rezeptionisten, der dann in den wohlverdienten Ruhestand ging, ab. Im Katharinenstift blieb ich bis zum Jahr 2015, bevor die Stelle abgebaut wurde. Ab da genoss ich selbst meine Rente. Soweit mein beruflicher Werdegang.

Was hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin?

Obwohl meine Mutter berufstätig war, habe ich nichts versäumen dürfen und müssen. Ich war zwar ein Schlüsselkind, so wurde das damals genannt, aber es hat mir nicht geschadet, ich wusste mich immer schon zu beschäftigen. Eine meiner Ideen als Jugendlicher und Kind war, sehr viel Radio zu hören, aber nicht nur. Das berühmte RTL mit der grünen Taste und auch der hessische Rundfunk waren für mich prägend. Ich kam dann, während meine Mutter auf der Arbeit war, und ich Ferien hatte, auf die Idee, beim Hörertelefon des hessischen Rundfunks anzurufen, das ging damals zum Glück etwas leichter als heute. Man hat niemanden gehabt, der gesagt hat, ich verbinde Sie weiter, sondern wenn man die Rufnummer kannte, hatte man den Moderator gleich am Hörer dran. Und irgendwann habe ich das getan und der Moderator, sein Name war Werner Reinke, war so begeistert von mir, dass er am Nachmittag des gleichen Tages bei mir zu Hause anrief.

Meine Mutter ging dran und sagte: “Was hat er denn jetzt schon wieder angestellt?“ Er sagte: „Nichts Schlimmes, aber ich hatte ein sehr schönes Gespräch mit ihm, ich möchte ihn gerne zu mir in den Rundfunk in meine Sendung „Hitparade International“ einladen. Haben Sie etwas dagegen, denn er ist minderjährig und Sie erziehungsberechtigt?“


Was möchte ich damit sagen?

Wenn man Träume hat oder auch Wünsche, gehen manchmal Türen auf, mit denen man nicht gerechnet hat. Durch den Besuch beim hessischen Rundfunk bekam ich die Gelegenheit, Menschen kennenzulernen wie zum Beispiel Tina Turner, Whitney Houston, Udo Jürgens, Udo Lindenberg und nicht zuletzt die gesamten Stars einschließlich Nena von der Neuen Deutschen Welle.

Mein Arbeitgeber hielt mich für geeignet, Menschen, die prominent sind, zu begleiten, besonders beim Fest für Körper und Sinne der Stadt Wiesbaden, wo alle Hilfsorganisationen sich vorstellten.

Ich wurde begleitet vom Oberbürgermeister Achim Exner, Ministerpräsident Holger Börner und Ministerpräsident Bouffier, sowie Limburgs Erzbischof Tebartz-van-Elst. Ich habe am Infostand des Festes gearbeitet und habe durch meine Arbeitsstelle auch Politprominenz wie zum Beispiel Heidemarie Wieczorek-Zeul kennengelernt.

Dort haben sich viele Türen geöffnet.

Was ich damit sagen will?

Ich möchte Ihnen weitergeben, dass es sich lohnt, für den Förderverein VFFB und auch für den Arbeitskreis Inklusion der Stadt Wiesbaden tätig zu werden!

Wenn Sie eine resolute Person sind als Mitglied und sich als Botschafter für den Verein VFFB einzusetzen, dann können Sie etwas bewirken.

Ich weiß, dass das für Menschen, die im Berufsleben stehen und Kinder mit Behinderung haben, sehr schwierig sein kann. Dennoch muss man bedenken, dass Sie dazu beitragen können, die Stadt ein bisschen barrierefreier und für Inklusion offener zu machen.

Ich selbst habe dem Erfolg meiner Mutter beigewohnt und habe die Niederflurbusse der Stadtwerke ESWE Verkehr mit einweihen dürfen und bin mit Achim Exner durch Wiesbaden gefahren und habe ihm Problempunkte gezeigt und dafür gesorgt, dass die Busse entweder eine Elektrorampe bekommen oder die Handrampe beibehalten, weil ihre Elektronik bei schlechtem Wetter immer anfällig war.

Aber wir konnten endlich als Mensch mit körperlicher Behinderung einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Das zog sich auch dann mit der Bahn und mit anderen privaten Unternehmen, die auch darauf spezialisiert sind, Menschen mit Behinderung zu befördern, durch.

Das kann die Mitarbeit im Arbeitskreis bewirken. Ich würde mir sehr wünschen, als Vereinsmitglied mit Silberauszeichnung noch etwas zu machen, aber ich glaube, ich habe schon so viel gemacht, dass ich mit 61 Jahren kürzertrete und jüngeren Menschen das Feld überlasse.

Wie schon gesagt, Sie handeln hier im Interesse Ihrer Tochter, Ihres Sohnes oder des Enkels, je nach dem, wer aus Ihrer Familie Vereinsmitglied ist. Ich bin schon sehr lange VFFB-Vereinsmitglied und ich bleibe es auch. Ich habe immer gern an den Sitzungen teilgenommen und mich für die Interessen von Menschen mit Behinderung stark gemacht.

Der Verein profitiert von Ihnen als Mutter, Vater oder Opa, Onkel oder Tante und Sie können mitgestalten.

Denken Sie daran, man kann wieder einen Bus anschaffen, weil der alte vielleicht nicht mehr in der Lage ist zu fahren.

Dies ermöglicht die Arbeit des Vereins und auch deren Präsenz im Arbeitskreis der Landeshauptstadt Wiesbaden.


Mit freundlichen Grüßen 

S. B.

ehemaliger Schüler und langjähriges Mitglied des Fördervereins der Friedrich-von-Bodelschwingh Schule

Arbeitskreis Inklusion und Barrierefreiheit

Wiesbaden für alle: Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von mehr als 35 Organisationen und Selbsthilfegruppen von und für Menschen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen, die sich regelmäßig treffen.

Mit der Expertise von Betroffenen und deren Hilfesystem hat der AK das Ziel, in allen Lebensbereichen vom öffentlichen Raum, der Kultur, dem Schul- und Arbeitsbereich, dem Sport und den Medien die selbstständige und autonome Teilhabe im Leben der Stadt Wiesbaden entsprechend der UN-Konvention weiter voranzutreiben. 

Der Arbeitskreis stellt sich folgende Aufgaben:

Arbeitskreis Inklusion und Barrierefreiheit:

Vorsitzende Barbara Knobloch (rechts) und Heike Mailänder (links), Protokoll Mechthild Böhnemann (Mitte).

  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Belange beeinträchtigter Menschen
  • Ansprechpartner für Betroffene bei Problemen mit der Teilhabe
  • Hinweis der Verantwortlichen auf noch nicht umgesetzte Barrierefreiheit in den unterschiedlichsten Bereichen
  • Mitwirken an der Suche nach Lösungen
  • Der AK ist ein wichtiger Ansprechpartner sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt als auch für die Politik. 

Der AK kooperiert mit der Inklusionsbeauftragten der Stadt, ist jedoch ein eigenständiges und unabhängiges Gremium. Die Mitarbeit im Arbeitskreis ist ehrenamtlich.

Wiesbaden für alle –

das ist unser gemeinsames Ziel einer inklusiven Stadt!

Kontakt: Barbara Knobloch
Telefon: 0611 809851
E-Mail: ak-wiesbaden@t-online.de

Schulleitung

Herzlich willkommen im neuen Schuljahr!

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

seit fast 30 Jahren gehört die Bodelschwingh-Schule zu meinem Leben, viele Jahre davon als Konrektorin. Nun darf ich sie als Schulleiterin weiterführen, und darauf freue ich mich sehr.

Unsere Schule lebt von ihrer Vielfalt, den altersgemischten Klassen und dem Gedanken, dass jedes Kind bei uns seinen festen Platz findet. Schule bedeutet für mich mehr als Unterricht: Wir begleiten die Kinder, trauen ihnen etwas zu und sehen ihre Stärken. Mit Ihren Fragen und Anliegen können Sie jederzeit auf uns zukommen.

In diesem Schuljahr steuern wir die Schule durch die Brandschutzsanierung, entwickeln unser Ganztagsprofil und unser Schutzkonzept weiter und füllen unser neues Leitbild mit Leben. Bewährtes bewahren wir, und wo wir besser werden können, verändern wir gemeinsam mit Ihnen.

Ich freue mich auf viele Begegnungen, ob bei Festen, Gesprächen oder zwischendurch auf dem Schulhof.

Herzliche Grüße
Silke Tübbecke, Schulleiterin

E-Mail: silke.tuebbecke@wiesbaden.de

Die Marmeladenwerkstatt

Am Montag haben wir einen Plan gemacht, um Marmelade zu machen. Damit wir Marmelade machen konnten mussten wir das Rezept lesen. Als erstes haben wir uns die Hände gewaschen, weil wir wollten nicht mit dreckige Händen arbeiten. Als zweites brauchten wir einen Trichter, aber wir hatten keine Trichter in der Schule.

Am Dienstag waren wir beim Appel Happel. Als wir angekommen waren, hatten wir uns sehr doll gefreut. Ianis wollte beim Pflücken helfen. Als erstes haben wir uns eine Schubkarre geholt, mit der wir die Äpfel getragen haben. Dann haben wir angefangen zu pflücken. Die 1. Reihe der Äpfel hieß Elster und die 2. Reihe hieß Delba Red und insgesamt hatten wir 3 Kisten voller Äpfel. Dann haben wir die 3 Kisten in den Schulbus eingeladen und zum Schluss haben wir bezahlt. Dann sind wir zur Schule gefahren und wir haben angefangen die Äpfel zu entsaften. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir wünschen uns, dass wir nochmal dahinfahren.

Am Mittwoch haben wir die Äpfel geschnitten und entsaftet. Wir brauchten Gelierzucker, Zitronensaft und Apfelsaft für die Marmelade. Dann haben wir den Saft gekocht und in die Gläser gefüllt und zum trocknen gelassen. Dann gabs noch mehr Gelee, natürlich mussten wir probieren. Am Donnerstag waren Sofia und Frau Smets vier Packungen Gelierzucker einkaufen und die anderen haben weiter Marmelade gekocht und in die Gläser gefüllt.

Am Freitag haben wir die Gläser dekoriert. Dafür haben wir Etiketten ausgeschnitten. Danach haben wir die Etiketten auf extra Papier geklebt und dann mit einer Schnur festgeknotet. Danach haben Sofia und Frau Smets eine Schleife aus der Schnur gebunden und haben es dem Nikita gegeben, Nikita hat auf die Gläser Sticker geklebt. Ianis hat die fertigen Gläser in die Kiste gestellt. Als wir fertig waren, haben wir aufgeräumt. Zum Schluss haben wir die Tische für das Schulfest vorbereitet. Der Tag hat Spaß gemacht.

Geschrieben von der M2

Jugendverkehrsschule 2026

In diesem Jahr sind wir am Montag, den 7.09.2026 zur Verkehrsschule gelaufen. Wir sind Mina, Emil, Miray, Benyam, Nathaniel, Jean Marc, celina, Giovanno, Nour und Rhyan.

Herr Kiefer und Herr Buggenhagen waren die Polizisten,die mit uns die Woche verbracht haben. Die Beiden sind super nett.

Am ersten Tag haben geübt auf der rechten Seite zu fahren und den Blinker beim Abbiegen zu nutzen. Das „Schnappiband“ hilft uns auf der rechten Spur zu bleiben. Am Schluss haben wir Hausaufgaben bekommen.

Wir haben an dem zweiten Tag die Verkehrsschilder Vorfahrt gewähren (Pizzastück) und Vorfahrt (Spiegelei) kennengelernt. Beim Pizzastück muss ich warten und schauen, ob die Straße frei ist. Beim Spiegelei darf man weiterfahren. Das haben wir auf dem Übungsplatz geübt. Das hat schon viel besser geklappt als am ersten Tag. Wir wurden dafür gelobt. Heute war es sehr heiß, deshalb sind wir alle schlapp und müde.

Danach haben wir Hausaufgaben bekommen und neue Schilder kennengelernt.

Am dritten Tag erproben wir die neuen Verkehrsschilder, Das Stopp-Schild und Vorfahrt (die Rakete). Beim Stopp-Schild muss man stehen bleiben. Bei der Rakete darf man einfach weiterfahren und muss nicht anhalten.

Als Hausaufgabe wurde die Ampel vorgestellt. Wir sollen erklären, bei welcher Farbe wir was machen müssen.

Am Donnerstag war unsere große Prüfung. Herr Kiefer und Herr Buggenhagen haben überprüft, ob wir richtig fahren und alle Verkehrsschilder beachten. Das war sehr aufregend. Aber wir haben das super gemacht. Jean Marc und Giovanno fanden die Ampel einfach klasse!

Am letzten Tag kam die Polizei zu uns in die Schule. Wir bekamen den Fahrradpass übergeben. Wir haben alle die Fahrradprüfung geschafft.Wir durften uns das Polizeiauto anschauen und uns reinsetzen. Wir haben witzige Bilder gemacht.

Diese Verkehrsschilder haben wir kennengelernt:

Konzept der Mittelstufe

Konzept der Mittelstufe

Seit dem Schuljahr 2014/2015 unterrichtet die Grundstufe ihre Schülerinnen und Schüler in altersübergreifenden und bildungsgangsübergreifenden Lerngruppen, aus denen die Schülerinnen und Schüler dann nach der Grundstufenzeit in die Mittelstufe wechseln. Zudem haben sich die Lernenden unserer Schule verändert und die Anzahl an Quereinsteigern hat stark zugenommen. Dies macht es nötig, ein Konzept für die Mittelstufe zu entwickeln.

  1. Äußere Rahmenbedingungen:

In der Mittelstufe werden die Schülerinnen und Schüler seit dem Schuljahr 2015/2016 in altersübergreifenden Klassen unterrichtet. Alle Schülerinnen und Schüler haben den Förderschwerpunkt körperlich motorische Entwicklung. Darüber hinaus hat ein Großteil unserer Schülerinnen und Schüler weitere Förderschwerpunkte.

  1. Klassenbildung

Aus diesem Grund wird bei der Klassenzusammensetzung nach den Bedürfnissen und Förderschwerpunkten der Schülerinnen und Schüler geschaut. Es gibt Klassen mit Schülerinnen und Schülern mit dem zusätzlichen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (gE) und Klassen, in denen Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Hauptschülerinnen und -schüler gemeinsam unterrichtet werden.

Bei der Einteilung der Schülerinnen und Schüler in die Lerngruppen wird auf Folgendes geachtet:

  • UK-Nutzer – ausgewogene Anzahl an nicht /kaum sprechenden und sprechenden Schülerinnen und Schüler (Sprachvorbild)
  • Ausgewogene Anzahl an Schülerinnen und Schülern mit Rollstühlen/Rollatoren (Mobilität der Gruppe)
  • Ausgewogene Anzahl an Schülerinnen und Schülern mit herausforderndem Verhalten
  • Bei der Gruppengröße sollten mögliche Quereinsteigerplätze vorhanden bleiben
  • Innerhalb der gE-Gruppen soll die Schülerschaft heterogen sein

Die Schüler/innen verbleiben idealerweise

  • 2 Jahre (Schülerinnen und Schüler mit lernzielgleicher Förderung – Klasse 5 und 6)
  • 3 Jahre (Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Lernen – L 5, L 6, L 7
    evtl. auch L 4, L 5 und L 6)
  • 3 Jahre (Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf geistige Entwicklung)
    im selben Klassenraum, beim selben Klassenteam der Mittelstufe.

Jedes Jahr kommen neue Schülerinnen und Schüler der Grundstufe in die Klassen hinzu und es gehen Schülerinnen und Schüler in die nächst höhere Stufe (Berufsorientierungsstufe) ab.

Bei den Schülerinnen und Schülern mit komplexen Beeinträchtigungen (SmkB) wird von der Stufenkonferenz entschieden, ob sie in einer heterogenen gE-Gruppe, in einer Gruppe mit Lernhilfe/Hauptschülern oder in einer Gruppe mit ausschließlich SmkB- Schülerinnen und Schüler sinnvoll gefördert werden können. Bei Bedarf entsteht eine altersgemischte Klasse ausschließlich mit SmkB-Schülerinnen und Schüler, die dort ein „sensibles“ Umfeld und eine entsprechende Förderung erhalten. Seit dem Schuljahr 2013/14 gibt es in der Mittelstufe keine „reine“ SmkB-Klasse mehr. Eine Neuauflage ist nicht ausgeschlossen. Das Team der Mittelstufe entscheidet dies, sollte es von Bedeutung sein. Diese SmkB-Gruppe ist evtl. je nach Schülerzahlen gemeinsam mit der Hauptstufe zu bilden.

  1. Raumkonzept
  2. Jede Lerngruppe verbleibt in ihrem Raum
  3. Räumliche Nähe von L-Gruppen für Kooperationen
  4. L-Gruppen benötigen einen gemeinsamen Mittelraum
  5. Räumliche Nähe von gE-Gruppen für Kooperationen
  6. gE-Gruppen sollten über eine Küchenzeile verfügen und/ oder sollten die Lehrküche nutzen können
  7. Einen gemeinsamen Differenzierungsraum für die Mittelstufe
  8. SmkB Schülerinnen und Schüler nutzen die räumlichen Angebote im Grundstufentrakt
    (z. B. Lilli-Nielsen-Raum, Snoezelen-Raum, Ruhe-Raum)
  9. Das Bällchenbad kann von allen Schülerinnen und Schüler genutzt werden
  10. Inhaltliche Aspekte:
    1. Mathematik/Deutsch
      Im Regelschulbereich können die Lehrwerke „Stark in …“ (Mathematik und Deutsch) und Wortstark (Deutsch) eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen können mit den Lehrwerken „Stark in …“ (Mathematik und Deutsch) gefördert werden. Ebenfalls kann im Fach Deutsch mit dem Lehrwerk „Zebra“ gearbeitet werden. Grundsätzlich sollten sich die Inhalte sowie die verwendeten Lehrwerke an den Kompetenz-Begleitbögen der Mittelstufe orientieren.
      Bei den Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wird je nach Leistungstand mit individuellen Fördermaterialien gearbeitet. Kooperationen zwischen gE-Klassen können hierbei sinnvoll sein.

    1. DaZ-Unterricht
      Der DaZ-Unterricht findet klassenübergreifend statt. Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf erhalten eine gezielte Förderung mit einer Lehrkraft.
      Schwerpunkte sind vor allem alltägliche Themen wie Datum, Jahreszeiten oder das Erkunden der Schule. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der mündlichen Sprachförderung.
      Ziel ist der systematische Aufbau der deutschen Sprache, damit die Schülerinnen und Schüler dem Regelunterricht sicher folgen und aktiv am Schulleben teilnehmen können.
  • Englisch wird ab der Mittelstufe allen lernzielgleichen Schülern und allen Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen angeboten. Nach Entscheidung der Klassenkonferenz kann eine Schülerin / ein Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen auch Förderunterricht in Mathematik oder Deutsch anstelle des Englischunterrichts erhalten. Ebenso kann innerhalb des Klassenteams entschieden werden, ob Lernende mit dem Förderschwerpunkt gE am Englischunterricht teilnehmen, um ihnen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und lebensnahe Unterrichtsinhalte zu erlangen.

    • Arbeitslehre findet in Form von AGs statt. Hierbei durchlaufen die Schülerinnen und Schüler einmal in ihrer Mittelstufenzeit möglichst alle Angebote, die für ihren jeweiligen Leistungsstand sinnvoll sind. Die Anzahl der AGs orientiert sich an der Anzahl der Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe.
  • PC (Grundkenntnisse, Internetführerschein)
  • PC (Office-Kenntnisse)
  • Haushaltsführerschein (Wäsche waschen, Einkaufen, …)
  • Holzwerkstatt
  • Kochen
  • Backen
  • Berufsvorbereitung, als Hinführung auf die WfbM und TGF (z. B. StArk-Kisten)
  • Nähen
  • Klick & Dance (Anbahnung des Ursache-Wirkungs-Prinzips für SmkB-Schülerinnen und Schüler zum Aufbau einer Erwartungs- und Arbeitshaltung)
  • Mobilität (Einüben des selbständigen Busfahrens mit öffentlichen Verkehrsmitteln – mit dem Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler wenn möglich spätestens am Ende der Mittelstufenzeit selbständig zur Schule kommen.)
  • Einkaufen etc.

Einmal wöchentlich findet das Projekt „Pausenkiosk“ statt, an dem ausgewählte Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Idealerweise bereiten zuvor einzelne Arbeitslehre-AGs das Pausenkiosk mit vor (z. B. einen Kuchen backen, einkaufen gehen usw.)

  • Musische Fächer
    Die musischen Fächer finden ebenfalls in Form von AGs (zweistündig) angeboten. Hierbei durchlaufen die Schülerinnen und Schüler möglichst viele Angebote, die für ihren jeweiligen Leistungsstand sinnvoll sind einmal in ihrer Mittelstufenzeit:
  • Malen (mit Farbenlehre und Kennenlernen von Künstlern)
  • Malen mit Musik (sich im kreativen Musizieren und Malen mit den eigenen Gefühlen und emotionalen Themen auseinandersetzen)
  • Kreative Werkstatt (Basteln)
  • SmkB-Förderung mit Musik (therapeutischer Einsatz von Musik in Gruppenform)
  • Werken (künstlerischer und gestalterischer Umgang mit Holz)
  • Garageband/Stop-Motion (digitales Gestalten von Musik/Film/ Fotos am IPad)
  • Textiles Gestalten/Collagen
  • Musik (Gruppenmusizieren und Bewegung zu Musik)
  • Darstellendes Spiel (Theater)

Zusätzlich findet der Musikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe klassenübergreifend innerhalb der Partnerklassen einstündig statt. Für die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung gibt es zusätzlich die B-Teens (Mittel- und Hauptstufenchor). Diese singen auch auf Englisch.

  • Sport/Schwimmen
    Sport kann im Förderschwerpunkt Lernen klassenübergreifend unterrichtet werden.

Der Schwimmunterrichtet findet im Kleinfeldchen statt. Alle Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe bekommen bestenfalls ein Schwimmangebot.
Wenn möglich, haben die Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe Sport und Schwimmen, hierbei hat Schwimmen in der Mittelstufe Vorrang.

  • Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften:
  • Ein gemeinsames Thema in der Mittelstufe ist „Sexualerziehung“. Dieses wird klassenübergreifend alle 2 Jahre unterrichtet.
  • Je nach Schülerschaft entscheidet die Mittelstufenkonferenz, ob es eine Nawi-Schiene für gE-Schüler gibt.
  • Für den gE-Bereich werden in Anlehnung an das Schulcurriculum gemeinsame Themen für die Mittelstufenzeit festgelegt.
  • SmkB-Schiene
    Die Schülerinnen und Schüler mit komplexer Beeinträchtigung besuchen in der Mittelstufe täglich in den ersten beiden Stunden den sogenannten „basalen Morgenkreis“. Dieser wird von einem festen Pool an vertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (z. B. Lehrkräfte, sozialpädagogische Mitarbeiter, Integraler therapeutischer Musiktherapeut, Assistenzkräfte) geleitet.
    Der Ablauf der Unterrichtsstunden erfolgt stark ritualisiert und ist immer gleich, sodass dieser Schülerschaft eine gewisse Sicherheit und Orientierung geboten werden kann.
    Entsprechend der Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler mit komplexen Beeinträchtigungen werden typische Morgenkreis-Inhalte (z. B. Wochentag, Jahreszeit, Wetter, Personen) auf basale Weise dargeboten. So werden die Inhalte auf allen Wahrnehmungsebenen (hören, schmecken, riechen, fühlen, sehen) aufbereitet.

Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler individuelle Angebote im Bereich der Selbstwirksamkeit. Unterstützter Kommunikation bietet sprachliche Teilhabe in allen Bereichen.

  • Mittagessen

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe lernen, wie sie sich in Essenssituationen adäquat verhalten können. Hierzu wurden in der Mittelstufe gemeinsame Verhaltensziele erarbeitet. Die Lernenden essen zunächst in ihren Klassen, bis sie die Ziele erreicht haben. Dann nehmen sie am Mittagessen in der Aula teil.


  • Sonstiges
  • Mind. einmal im Jahr wird ein gemeinsamer Ausflug der Mittelstufe geplant.
  • Präsentationen finden klassenübergreifend statt (für die ganze Stufe oder für einzelne Mittelstufenklassen).
  • Jede Mittelstufenklasse fährt mindestens alle 2 bis 3 Jahre auf Klassenfahrt, damit jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit erhält, einmal in ihrer / seiner Mittelstufenzeit auf Klassenfahrt zu sein. Bei Bedarf können auch klassenübergreifende Klassenfahrten durchgeführt werden.

  • Zeugnisse

Alle Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe erhalten die Bewertung im Arbeits- und Sozialverhalten in verbaler Form (§27 VOGS) in ihrem Zeugnis (§74 HschG).

  • Evaluation

Das Konzept wird seit dem Schuljahr 2014/15 probeweise umgesetzt. Es wird jährlich zur neuen Klassenbildung evaluiert und angepasst. Die Mittelstufe hat sich auf eine Weiterarbeit nach diesem Konzept geeinigt.

Aktualisierung des Konzepts, 16.03.2026

Konzeption der Grundstufe:

Konzeption der Grundstufe:

 Die voranschreitende inklusive Beschulung verändert die Klassenzusammensetzung in der Grundstufe der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule. Seit Jahren wird ein Zuwachs von Schülerinnen und Schülern mit schweren Beeinträchtigungen mit einem z.T. hohen Pflegeaufwand festgestellt. Gleichzeitig steigt die Zahl von Schülerinnen und Schülern, die neben dem Förderbedarf kmE, Lernen oder gE auch einen erhöhten Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich aufweisen. Da die Jahrgangsstrukturen sehr heterogen sind, wurde zum Schuljahr 2013/2014 die Klassenstruktur der Grundstufe verändert. Die Jahrgangsstruktur wurde mit altersgemischten und heterogenen Klassen zukunftsweisend ausgerichtet.

1.      Äußere Rahmendbedingungen

In der Grundstufe der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, bei denen der Förderschwerpunkt körperlich-motorische-Entwicklung (kmE) aufgrund einer gravierenden körperlich motorischen Beeinträchtigung mit deutlichen Auswirkungen auf Lernen und Verhalten festgestellt wurde. Neben dem Förderschwerpunkt kmE können bei den Schülerinnen und Schüler weitere Förderschwerpunkt vorliegen, im Bereich Lernen und geistige Entwicklung. Auch sind Schülerinnen und Schüler mit komplexen Beeinträchtigungen fester Bestandteil jeder Klasse. Die Anzahl von Schülerinnen und Schülern mit einem erhöhten Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich steigt stetig. Alle Schülerinnen und Schüler werden in heterogenen und altersgemischten Klassen unterrichtet und individuell gefördert.

Sauberer Schulweg

Sauberer Schulweg

Am 23. Juni 2026 haben wir, die Klasse M1, unseren Schulweg sauber gemacht.

Wir waren in Teams unterwegs. Einer hat den Müllsack gehalten und einer hat Müll mit einer Zange aufgesammelt. Wir haben viele unterschiedliche Sachen gefunden. Zum Beispiel: Glas, Alkoholflaschen, einen Einkaufstrolli, ganz viele Zigaretten, Pappe und Kinderjoy, Durstlöscher, Socken und ein T-Shirt. Es lagen auch viele Teile von E-Zigaretten auf dem Boden. Es war super nervig die Zigaretten aufzuheben. Wir haben ein Vorher- und Nachher- Foto gemacht. Es hat einen großen Unterschied gemacht.

Wir fanden es sehr blöd, dass die Menschen ihren Müll auf den Boden geschmissen haben. Das ist schädlich für Tiere und die Natur.

Wir haben gerne der Natur geholfen und hoffen, dass es sauber bleibt.

Die Klasse M 1

Änderungen im Ganztag 2026/2027

Was sich im Ganztag 2026/2027 verändert

Im nächsten Schuljahr tut sich bei uns im Ganztag einiges. Durch gesetzliche Vorgaben bauen wir unser Angebot weiter aus und bieten erstmals für alle Erstklässlerinnen und Erstklässler einen verpflichtenden Ganztag an. Für uns als Kulturschule und Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung (kmE) ist das eine gute Gelegenheit, den Schultag noch ruhiger, kreativer, bewegungsfreundlicher und entspannter zu gestalten.

Einige Veränderungen gehen direkt auf Rückmeldungen der Schülervertretung (SV) zurück: Viele Schülerinnen und Schüler empfinden Unterricht nach 15:00 Uhr als sehr anstrengend und wünschen sich mehr freie Zeit am Nachmittag. Auch die Lautstärke beim Mittagessen wurde häufig als belastend beschrieben. Diese Hinweise haben wir ernst genommen und in unsere Planung aufgenommen.

Eine entspanntere Mittagszeit

Damit es in der Aula und auf dem Schulhof ruhiger zugeht, werden die zweite Pause und die Essenszeiten künftig versetzt stattfinden. Weniger Gedränge bedeutet weniger Stress – und hoffentlich auch weniger Streit.

An den drei langen Tagen (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) beginnt der Nachmittag weiterhin mit der Mittagsstunde. In dieser Zeit können die Schülerinnen und Schüler:

  • Hausaufgaben erledigen
  • sich ausruhen
  • spielen
  • oder selbstständig verschiedene Angebote im Haus nutzen

Als Kulturschule ist es uns wichtig, kreative und selbstbestimmte Lerngelegenheiten zu schaffen. Deshalb öffnen wir regelmäßig Räume wie den Kunstraum, den Werkraum, die Schülerbücherei oder den Snoezelenraum. Mal gibt es eine Quasselgruppe, mal einen Spielkreis – und welche neuen Ideen im kommenden Schuljahr dazukommen, bleibt spannend.

In dieser Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler eigene Projekte verfolgen, Entscheidungen treffen, kreativ werden, sich bewegen, zur Ruhe kommen und gemeinsam schöne Momente erleben.

Unterrichtsende um 15:00 Uhr

Ab dem neuen Schuljahr endet der Unterricht an diesen drei Tagen bereits um 15:00 Uhr. Damit erfüllen wir den Wunsch vieler Schülerinnen und Schüler nach mehr freier Zeit am Nachmittag.

Nach 15:00 Uhr können die Schülerinnen und Schüler:

  • spielen
  • quatschen
  • kreativ werden
  • Klassendienste erledigen
  • Förderpflege genießen
  • oder sich noch einmal auf dem Hof austoben, bevor es nach Hause geht

Schülerinnen und Schüler, die selbstständig mit dem Stadtbus fahren, dürfen dies mit einer schriftlichen Erlaubnis der Eltern auch nach 15:00 Uhr tun.

Neuer Ablauf am Freitag

Am Freitag endet der Unterricht künftig um 13:40 Uhr. Für angemeldete Schülerinnen und Schüler bieten wir anschließend eine Betreuung bis 15:30 Uhr an – klassen- und stufenübergreifend, mit einem bunten Nachmittagsangebot.

Ich bin gespannt, was wir gemeinsam aus diesen neuen Möglichkeiten machen – und freue mich auf viele gute Momente im Ganztag.

Silke Tübbecke

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